Kohl Gemüse

Der Begriff Kohl wird in verschiedene Kohlsorten unterteilt, darüber hinaus gibt es natürlich auch regionale Synonyme für die jeweilige Kohlart. Der Rotkohl wird unter anderem auch Blaukohl, Blaukraut und Rotkabis genannt. Weißkohl bezeichnet man zum Beispiel Kappes, Komst, Weißkabis und Weißkraut. Darüber hinaus gehört der Wirsing zum Kohl, bekannte Synonyme für ihn sind Welschkohl, Wirz, Savojerkohl und Wirschkohl.

Schon im 8. Jahrhundert waren die Kohlarten in Europa bekannt. Woher der Kohl genau kommt, ist allerdings nicht genau bekannt, man nimmt an, dass er aus dem Mittelmeerraum bzw. der Westküste Europas stammt. Seine Blätter und die öligen Samen wurden schon lange vor dem 8. Jahrhundert genutzt. Ab dem 11. Jahrhundert wurden Weiß- und Rotkohl unterschieden. Die zweijährige Pflanze bildet im ersten Jahr den bekannten Kopf und im darauf folgenden die ölhaltigen Samen.

Im Handel sind mittlerweile unterschiedliche Sorten erhältlich, die alle ein wenig abweichende Ansprüche an die Bodenbeschaffenheit und die Pflege stellen, auch die Erntezeit kann variieren. Kopfkohl wünscht sich tiefgründigen, schweren und nährstoffreichen Boden. Der Standort sollte zudem halbschattig und feucht sein. Darüber hinaus sollte Kohl nur alle vier bis fünf Jahre auf dem gleichen Beet angebaut werden, der Grund ist in der gefürchteten Kohlhernie zu sehen. Hülsenfrüchte, Salat und Spinat sind als Vorkulturen zu empfehlen, denn erst Mitte Juni darf der Kohl ins Freiland. Zu diesem Zeitpunkt sollte die kleine Pflanze schon über fünf Blätter verfügen. Wer nicht nur zu einer festen Zeit ernten möchte, sondern über mehrere Wochen hinweg, sollte im Abstand von 14 Tagen immer neue Pflanzen einsetzen. Der Kohl sollte bis zur Ernte, die je nach Sorte zu einem anderen Zeitpunkt erfolgt, regelmäßig gedüngt werden.